Networking
Wie EVPN funktioniert: Control Plane, Route Types und Forwarding
TechLeague Editorial··4 Min. Lesezeit
EVPN (Ethernet VPN) ist die BGP-basierte Control Plane, die Flood-and-Learn in modernen Fabrics endgültig abgelöst hat.
Warum es EVPN gibt
- Alte L2 VPNs (VPLS) fluteten Unknown Unicast und Broadcast — nicht skalierbar.
- EVPN lernt MACs in der Control Plane (BGP), nicht in der Data Plane.
- Ein einheitliches Protokoll für L2, L3, Multi-Tenancy und Multi-Homing.
Die Control Plane in einem Bild
- Jeder VTEP (Leaf) betreibt BGP mit EVPN-Adressfamilie (AFI 25, SAFI 70).
- Lokaler VTEP lernt MAC und kündigt ihn per BGP an.
- Remote VTEPs installieren den MAC mit Zeiger auf die IP des Ursprungs-VTEPs.
Route Types, die Sie kennen müssen
- Type 2 — MAC/IP-Advertisement. Jeder Host = ein Type 2.
- Type 3 — Inclusive Multicast. BUM-Replikationsliste pro VNI.
- Type 5 — IP Prefix. Inter-Subnet-Routing.
- Types 1 und 4 — Ethernet Segment / Multi-Homing.
Forwarding: MAC-Lernen ohne Flooding
- Bekannter Unicast: VTEP kapselt in VXLAN.
- BUM: Type-3-Liste — Ingress Replication oder Underlay-Multicast.
- ARP Suppression: VTEP antwortet lokal.
Wo EVPN heute eingesetzt wird
- DC Spine-Leaf-Fabrics (mit VXLAN) — Standard 2026.
- Carrier-L2VPN (mit MPLS oder SR).
- Campus-Fabrics (Aruba, Juniper Mist, Cisco SD-Access).
EVPN unter Druck trainieren im TechLeague tournament.